Nachname des Kindes: Wann ist eine Änderung ohne Zustimmung möglich?

Bild: KI-generiertes Symbolbild für ADVOVIS.
Ein gemeinsamer Familienname kann für Patchworkfamilien wichtig sein. Fehlt eine erforderliche Zustimmung zur Einbenennung, kann das Familiengericht sie unter bestimmten Voraussetzungen ersetzen.
Einbenennung in der Patchworkfamilie
Dabei erhält das im gemeinsamen Haushalt lebende Kind einen nach § 1617e BGB zulässigen Namen des Elternteils und dessen Ehegatten. Welche Einwilligungen erforderlich sind, hängt von der familiären Situation ab.
Das Kindeswohl ist entscheidend
Seit der Namensrechtsreform zum 1. Mai 2025 kann das Gericht die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Einbenennung dem Kindeswohl dient. Eine Kindeswohlgefährdung ist dafür nicht erforderlich.
Der Einzelfall bleibt maßgeblich
Das OLG Frankfurt berücksichtigte insbesondere die familiären Bindungen und die Situation des Kindes (Beschluss vom 28. November 2025, 2 WF 115/25). Eine Namensänderung folgt daher nicht automatisch aus einer erneuten Heirat.
Quelle: Haufe.de, Haufe Online Redaktion, 12.01.2026. Eigenständig formulierte Zusammenfassung des Originalbeitrags.
Weitere Informationen: Familienrecht · Sorgerecht


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